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Einblicke in die römische Vergangenheit

„Förderverein Runder Turm Andernach 2006 e.V.“ besichtigt die archäologische Grabung auf dem Schumachergelände in Andernach.

 

Der Blickwinkel des Fördervereins Runder Turm richtet sich auch in die unmittelbare Umgebung des mittelalterlichen Bauwerks.

So besuchten die „Türmer“ und Gäste des historischen Vereins die archäologischen Grabungen auf dem Schumachergelände in unmittelbarer Nähe des Runden Turms. Dieter Schumacher, angrenzender Nachbar und Insider,  hatte diese Exkursion angeregt. Die technische Grabungsleiterin, Stefanie Baumgarten, führte die Gruppe über das Grabungsgelände und erklärte in lebhafter und anschaulicher Weise die freigelegten Funde. Zunächst konnten nur Reste von Mauern und Steinfragmenten wahrgenommen werden. Nach den Erläuterungen der Grabungsleiterin ergab sich immer mehr ein zusammenhängendes Bild einer römischen Siedlungsanlage mit Streifenhäusern, verbunden durch schmale Gassen und Straßen. Eine komplette Thermenanlage mit Warm- und Kaltwasserbecken sowie Fußbodenheizung diente den Bewohnern, Händlern und Handwerkern zur Körperpflege und Entspannung. Herdöfen wurden zum Kochen genutzt, andere zum Erschmelzen von Metall.

Im westlichen Teil der Anlage kann ein besonderes großes Gebäude nachgewiesen werden, dessen Fundamente aus großen Tuffsteinquadern bestehen. Der Besitzer dieses ungewöhnlich großen Gebäudes hatte wohl eine gehobene soziale Stellung in der Ansiedlung. In den Tuffsteinquadern sind auch Rillen zu sehen, die als Führung einer Schiebetür dienten. Treppenstufen, die in einen Keller führen, sind erst teilweise freigelegt. Die Archäologen sind sehr gespannt, was sie in der Tiefe noch erwartet, denn es gilt das Motto: „Je tiefer, desto älter“.

Zum Abschluss der Exkursion präsentierte Stefanie Baumgarten mit ihrem Mitarbeiter einige zum Teil gut erhaltene Fundstücke wie Münzen, Haarnadeln, Keramikscherben und eine Gürtelschnalle. Auch Spielsteine und Würfel konnten bewundert werden.

Die ältesten Fundstücke stammen nachweislich aus dem 1. Jh. nach Christus; die Archäologen möchten sehr gerne mit den Grabungen in die Tiefe gehen, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, noch ältere Funde, eventuell sogar aus der Zeit vor Christi Geburt, freizulegen. Bis zum kommenden Frühjahr bleibt dem Grabungsteam noch Zeit, weil im Mai kommenden Jahres der Bau des Parkdecks beginnt. Die spannende Frage, ob das antike Andernach älter als Trier ist, steht weiter im Raum !

Roland Walther, der Vorsitzende des Fördervereins Runder Turm, dankte Stefanie Baumgarten und ihrem Mitarbeiter Juri für die interessante Führung. Zum Abschluss des Abends trafen sich alle in der „Almhütte“ am Parkhotel. Bei kühlen Getränken und einer herzhaften Brotzeit wurden die Eindrücke der Exkursion lebhaft diskutiert mit dem Hintergrund, in Sichtweite des Runden Turms, vielleicht weitere Funde aus Andernacher Urzeiten zu entdecken.

 

Förderverein „Runder Turm Andernach“ – Rückblick auf 2014

 

Der Jahresabschluss des „Fördervereins Runder Turm  Andernach“ fand in diesem Jahr im „Parkhotel“ Andernach statt. 30 Mitglieder ließen das abgelaufene Jahr mit seinen interessanten Ereignissen Revue passieren. Der Vorsitzende des Fördervereins, Roland Walther, fasste die ehrenamtlichen Aktivitäten der Vereinsmitglieder anschaulich zusammen.

Ein Schwerpunkt war die 6-wöchige Sommeraktion am Runden Turm im August und September. Während dieser Zeit wurde der Turm für Besucher aus nah und fern geöffnet. Über 1200 Gäste wurden vom Förderverein über die Geschichte der Stadt und die Bedeutung des Runden Turms informiert und waren nach Besteigung des Turms, wie in den vergangenen Jahren auch, begeistert.

Auf Anregung des Fördervereins führte die  Feuerwehr der Stadt Andernach eine Rettungsübung am Runden Turm durch. Dabei wurde die Bergung einer verletzten Person vom Wehrgang des Turms simuliert. Es hat sich herausgestellt, dass die große Drehleiter den Wehrgang nur von dem unteren kleinen Parkplatz erreichen kann. Eine wichtige Erkenntnis für die Feuerwehr, die im Ernstfall sofort die richtige Position am Turm einnehmen kann.

Auch die Installation eines Defibrillators im Kaminsaal des Turms trägt zukünftig zur Sicherheit der Besucher bei.

Ein weiteres Highlight war die Installation der zweiten Kamera (Webcam) auf der Turmspitze. Während die erste Kamera Richtung Koblenz ausgerichtet ist, blickt die zweite Kamera Richtung Leutesdorf / Bonn. Jetzt hat man wunderschöne Ausblicke rheinauf- und abwärts über Andernach, Leutesdorf und den Rhein. Die zweite Kamera wurde am 09. Dezember von OB Achim Hütten und Roland Walther im Beisein einer unserer Hauptsponsoren, der Kreisparkasse Mayen, sowie Andernach.net und natürlich Vertretern des Fördervereins Runder Turm im Geschäft von Orange-PC, Dieter Weymers, der die Anlage von Seiten der Hard- und Software betreut hat, in Betrieb genommen. Nicht zu vergessen Bernd Röhling, dessen   Idee „Webcam“, in zwei Jahren die in die Tat umgesetzt wurde. Im Internet können jetzt weltweit unter www.runder-turm-andernach.de minütlich neue Bilder der beiden Webcams live angeschaut werden. Bisher haben schon mehr als 20.000 Internetnutzer die Website des Fördervereins aufgerufen!

Der Förderverein strebt eine Zusammenarbeit mit der im Bau befindlichen Jugendherberge in Leutesdorf an. Im Sommer hat eine Abordnung aus Andernach die Baustelle in Leutesdorf besichtigt. Ziel ist es, den zukünftigen Gästen in Leutesdorf die ehemalige Jugendherberge im Runden Turm Andernach bekannt zu machen und zu einem Besuch der historischen Ausstellung im Runden Turm und der Stadt Andernach einzuladen.

Neben diesen Aktivitäten des Fördervereins kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Im Sommer wurde eine Exkursion mit dem Schiff „Rheinprinzessin“ nach Boppard unternommen. Im Oktober besuchten die „Türmer“ auf Einladung von Marc Ruland, MdL, den Landtag in Mainz und den Südwestfunk.

Die Jahresabschluss - Veranstaltung wurde bereichert durch einen Bildervortrag unter dem Motto „Altes Andernach“ von Andreas Versch und ein Video von der Tour nach Boppard, gedreht von unserem Mitglied Gerhard Hardt.

Ein gemütliches Abendessen zum Abschluss der Veranstaltung ließen sich alle schmecken. Im Jahr 2016 naht das 10-jährige Jubiläum des Fördervereins „Runder Turm Andernach 2006 e.V.“ Die Mitglieder werden im Sinne der Bewahrung des historischen Turms weiterhin  aktiv bleiben und ihren Beitrag für das städtische Kulturerbe im Sinne der Andernacher Bürgerschaft leisten.

Gerd Röder

Schriftführer

Baustellenbesuch in Leutesdorf

 

Eine Abordnung des Fördervereins Runder Turm Andernach besuchte die Baustelle in Leutesdorf, auf der die neue Jugendherberge Kloster Leutesdorf entsteht.

Dabei konnten sich die Mitglieder des Vereins überzeugen, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und die geplante Eröffnung am 01.Juni 2015 voraussichtlich eingehalten werden kann.

Seit dem Spatenstich am 14.06.2013 begleitet der Verein die Baumaßnahme mit der Absicht, nach Fertigstellung eine Zusammenarbeit mit dem Förderverein und seiner nostalgischen Jugendherbergs - Ausstellung im Runden Turm Andernach und dem neuen Haus in Leutesdorf anzustreben.

Damit kann ein reizvoller Kontrast in Sichtweite über dem Rhein von Historie zur Moderne im Jugendherbergswesen für künftige Besucher entstehen.

 

Nach dem Rundgang und einer kräftigen Brotzeit im Rheinecker Hof klang ein erlebnisreicher Nachmittag in Leutesdorf aus.

Förderverein „Runder Turm Andernach“ zu Gast in Mainz

Auf Einladung des Abgeordneten des Landtages von Rheinland-Pfalz und Mitglied unseres Fördervereins, Marc Ruland, haben Mitglieder des Vereins eine Exkursion nach Mainz unternommen.

Auf dem Programm stand der Besuch des SWR Funkhauses Mainz und der Besuch des Landtages von Rheinland-Pfalz.

Im SWR Funkhaus werden die SWR Fernseh- und Rundfunkprogramme für das Bundesland Rheinland-Pfalz produziert. Außerdem werden hier die Internetangebote von ARD.de und SWR.de ausgestrahlt.

Die Führung begann in den Fernsehstudios, in denen regionale Fernsehprogramme wie z.B. die „SWR Landesschau“ und „SWR Landesschau aktuell“ produziert werden. Alle Besucher haben schon die SWR Fernsehprogramme zu Hause angeschaut. Daher war es besonders spannend, hinter die Kulissen zu schauen und die aufwendige Technik sowie die Abläufe einer Fernsehproduktion zu erleben.

Anschließend ging es einige Etagen höher in die Hörfunkstudios von SWR1 und SWR4. Unter Einhaltung absoluter Ruhe konnte die Gruppe eine Live-Sendung mit der SWR1 Moderatorin Steffi Vitt miterleben.

Weiter ging die Fahrt zum Landtag Rheinland Pfalz. Der Einladung zu einem Mittagessen in der Kantine sind die „Türmer“ gerne gefolgt um anschließend an einem Informationsgespräch mit Marc Ruland (MdL) teilzunehmen. Aktuelle Themen wie Nürburgring oder Flughafen Zweibrücken wurden diskutiert. Neben der großen Politik kamen auch kommunale Themen zur Sprache, die unsere Stadt Andernach betreffen. Marc Ruland war sehr daran interessiert, Anregungen aus der Besuchergruppe für seine Arbeit im Andernacher Stadtrat zu bekommen.

Nach dieser Diskussion konnte die Gruppe eine Stunde lang die 80. Plenarsitzung der 16. Wahlperiode verfolgen. Die Tagesordnungspunkte Tierschutzbericht, Organspenden und die Situation von Prostituierten wurden zu diesem Zeitpunkt im Plenum behandelt. Die Vizepräsidentin des Landtages, Hannelore Klamm (SPD), hat die Andernacher Gruppe des „Fördervereins Runder Turm“ während der Sitzung im Plenum herzlich willkommen geheißen.

Zum Abschluss des ausgefüllten Tages gab es einen gemütlichen Ausklang bei  einem gemeinsamen Abendessen in Waldesch im Hotel Rosenhof.

 

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© Werner Umbscheiden